Sozialkreationismus

Wie man bei der Bundeszentrale für politische Bildung, einer von dreieinhalb Millionen Institutionen, die mir auf meine Kosten beibringen wollen, wie ich zu denken habe, nachlesen kann, ist Sozialdarwinismus „der Versuch, die Entwicklung von Gesellschaften als Kampf ums Dasein zu beschreiben“. Gewissermaßen also die 1:1-Übertragung der Verhältnisse in der wilden Natur auf menschliche Gesellschaften.
Ich habe ja hier schon darüber geschrieben, dass es beim biologischen „Darwinismus“, besser bei der Evolution durch Mutation und Selektion, nicht wirklich um Kampf und Stärke geht, nicht um „Fressen oder Gefressen werden“, wie es gerne martialisch beschrieben wird, sondern darum, mehr aus seinen Möglichkeiten zu machen als die Konkurrenz in der eigenen biologischen Nische, und die Chancen, die die Umwelt bietet, bestmöglich zu nutzen.
Dennoch, auf lange Sicht ist das schon eine Frage von Leben und Tod – ein paar Mutationen, die in die richtige Richtung gehen, ein schärferes Auge, ein effektiveres Verdauungsenzym machen dann den Unterschied zwischen Verhungern und einem glücklichem Leben mit vielen Nachkommen, die die günstigen Erbinformationen weitertragen. You win or you die, wie man heute sagt.

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Die Affäre Boateng

Ja, es wurde dazu schon alles gesagt, aber noch nicht von mir.

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Trump

Ich habe nie viel von Donald Trump gehalten. Er verkörpert den Typ angeberischer Großkotz, der einfach nicht zu meiner geschliffenen, feinsinnigen Intellektualität passt.

Nunja. Vielleicht bin ich auch nur neidisch darauf, dass sich da jemand wirklich nicht um Konventionen und Likeability zu kümmern scheint. Egal.

Jetzt als zukünftiger Präsidentschaftskandidat der Republikaner kann ich ihn nicht leiden, weil er anders als beispielsweise Rubio nicht den Hauch einer Chance gegen Hillary Clinton haben wird. Es kann sogar passieren, dass die Republikaner durch ihn ihre Mehrheit im Senat verlieren werden. Es ist einfach schwer zu akzeptieren, dass nach einem totalen Versager wie Obama der nächste Präsident nicht Republikaner sein wird, und ich gebe Trump die Schuld daran. Was natürlich auch nicht ganz fair ist. Es sei denn, er ist wirklich, wie einige vermuten, Clintons Maulwurf, bei den Republikanern gepflanzt, um ihre Wahl zur Präsidentin sicherzustellen. Aber da schweifen wir jetzt doch etwas zu weit ins Gebiet der Verschwörungstheorien ab.

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Die Vernünftigen sind eine unterdrückte Minderheit

Ein Komiker erklärt, dass eine Million Flüchtlinge keine Gefahr sind für ein 80-Millionen-Volk und (fast) alle bis hin zur FAZ sind begeistert.

Nachdem vor kurzem, als Griechenland noch Thema in den Medien war, eine große Mehrheit der Deutschen Griechenland raus aus dem Euro haben wollte, ist heute, ohne dass sich was geändert hätte außer fehlenden Nachrichten zum Thema, eine Mehrheit dafür, dass Griechenland den Euro behält.

Obama hat gezeigt, wie sehr ein genügend skrupelloser Präsident mit Hilfe exekutiver Erlasse am Kongress vorbei regieren kann. Die bittersten Obama-Gegner wollen jetzt mit Trump einen noch rücksichtsloseren Egomanen zum Präsidenten machen.

Die UN, eine illustre Ansammlung von Diktaturen, Gottesstaaten und anderen Höllenlöchern hält Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten, für den Staat, der Menschenrechte am meisten missachtet.

Das waren ein paar Nachrichten der letzten Woche. Ich könnte noch viele weitere Beispiel bringen (und hab das auch schon getan), aber die Essenz ist klar: die Vernünftigen sind im Augenblick in der Welt bei weitem in der Minderheit.

(Dennoch bin ich für mehr direkte Demokratie; nicht, um sicherzustellen, dass die Idioten sich ausrotten, sondern weil es bei der Demokratie darum geht den von einer Entscheidung Betroffenen eine Stimme zu geben, nicht den Kompetentesten.)

(Gut, eigentlich geht es bei der Demokratie darum, unter gegnerischen Kämpfern durch Abzählen den Sieger zu bestimmen, ohne dass sie sich wirklich die Köpfe einschlagen müssen (weswegen früher auch nur kampffähige junge Männer wählen durften (womit wir schon wieder bei der Million junger, kampfkräftiger Zuwanderer wären)), aber egal.)

Das Bild wird immer klarer: je größer, je zentralistischer, je wohlfahrtsstaatlicher das Gebilde, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Idioten eine satte Mehrheit haben.  Und gerade die Idioten sind totalitär von sich überzeugt und meinen, sich in alles einmischen zu müssen, jegliche Eigenverantwortung abzutöten. Und irgendwann stellt dann eine totalitäre Verbotspartei wie die Grünen die Kanzlerin (auch wenn diese formell noch in der CDU ist), und diese beginnt wider jede Vernunft ein unerprobtes Wagnis nach dem anderen.

Ich wiederhole mich, aber unsere einzige Chance sind Inseln der Vernunft, die sich als erfolgreich erweisen. Ich sehe im Moment zwischen Merkel, Obama, Trump und Franziskus niemand von Statur, der noch bereit ist, diese Freiheit zu würdigen und zu verteidigen. Wir müssen wohl auf die kleinen Player hoffen, Länder, die so erfolgreich sind, dass die Wähler sich fragen, was die besser machen als wir.

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Wahlempfehlung

Im kommenden Monat wird in drei Bundesländern gewählt und obwohl es daher eigentlich nicht um Bundespolitik geht, ist dies dennoch die erste Gelegenheit für die Bürger ihre Meinung zu Merkels Grenzöffnung kundzutun.

Wolfgang Herles und Quentin Quencher haben dazu bereits ihre Empfehlung abgegeben, ersterer für die FDP, letzterer für die AfD.

Ich empfehle ebenfalls, AfD zu wählen.

Wenn ich allerdings den diversen Wahl-O-Maten trauen kann, liegen bei mir nach inhaltlichen Gesichtspunkten Luckes neue Partei ALFA und auch die FDP vor der AfD. Das ist nicht verwunderlich, denn wirtschaftspolitisch setzt die AfD ähnlich wie linke Parteien viel stärker auf Protektionismus, als mir lieb ist, und auch bei gesellschaftlichen Themen wie etwa Homehe oder Abtreibung bin ich eher bei der FDP. Trotzdem plädiere ich dafür AfD zu wählen, denn

  • die Behandlung der Flüchtlingskrise ist für unser Land im Moment einfach wichtiger als Themen wie TTIP oder konservative Moralvorstellungen
  • eine Stimme für ALFA wird wegen der 5%-Grenze fast mit Sicherheit verloren sein
  • es geht nicht darum, was die AfD an der Regierung tun würde, sondern mit einem guten Wahlergebnis für diese Partei den Opportunisten von der CDU klar zu machen, dass ihre Tage an den Futtertrögen gezählt sind, wenn sie nicht endlich eine radikale Wende in der Migrationspolitik einleiten
  • die Wahl der FDP als windelweiche Umfallerpartei bei Euro und Energiewende ist nicht dazu geeignet, ein starkes Signal zur Umkehr an Merkel zu senden, sondern würde als “Weiter so” mit ein paar Ministerposten für pseudokritische Lindner-Adlaten interpretiert

Die Angst, mit der Wahl der AfD dem 4. Reich den Weg zu ebnen, halte ich nicht nur wegen der mangelnden Regierungsperspektive für substanzlos, sondern lässt sich IMHO auch nicht aus deren Programm ableiten. Natürlich findet man zweifelhafte Stellen, wenn man danach sucht, aber im wesentlichen handelt es sich dabei um konservativ-moralisierende, manchmal etwas chauvinistisch angehauchte Kritik am Linksschwenk der CDU, mit einer unguten Portion Verständnis für russische Großmachtpolitik. Die AfD kritisiert aber eben auch Eurorettung, Energiewende und offene Grenzen, was nun mal die folgenreichsten Fehlentscheidungen der Ära Merkel sind, und daher kann man es auch inhaltlich durchaus vertreten, sie zu wählen.

Aber entscheidend für mich ist, das sei nochmal betont, dass die Wahl der AfD unsere beste Chance ist, die CDU und damit die GroKo zur Umkehr bei Merkels Politik der offenen Grenzen zu zwingen. In diesem Sinne ist es vor allem eine taktische Wahl, die ich daher auch zweifelnden CDU-, SPD- oder FDP- Anhängern umstandslos ans Herz legen kann.

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Siegt die Vernunft?

Siegt die Vernunft? Was für eine Frage, möchte man meinen. Der Triumphzug des Westens basiert auf der Aufklärung, auf wissenschaftlichem Denken, und was ist das anderes als ein Sieg der Vernunft?

Nun, nicht so schnell. Ich möchte behaupten, dass sich wissenschaftliches Denken nicht aus vernünftiger Einsicht, sondern schierer Notwendigkeit durchgesetzt hat. Die wissenschaftliche Methode hat zu bahnbrechenden Erkenntnissen geführt, die im Handwerk und damit auch in der Waffentechnik so große Überlegenheit zur Folge hatten, dass man sie einfach nicht ignorieren konnte, so gerne es Kirche und Feudalstaaten auch getan hätten. Und wer sich dennoch weigerte, und das waren viele, wurde unterjocht oder ging unter.

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Tschüss, 2015!

Politisch gesehen muss man diesem Jahr nicht wirklich nachweinen. Mir fällt es schwer, ein Thema zu finden, bei dem man sagen könnte, da bewegt sich was in die richtige Richtung. Außer vielleicht, dass die unerträglichen Social Justice Warriors hier und in den USA langsam doch etwas Gegenwind bekommen.

Wirtschaftlich sind wir mit Mindestlohn und Mietpreisbremse ein großes Stück in Richtung Planwirtschaft gegangen. Steuererhöhungen oder schuldenfinanzierte Investitionsprogramme sind eine Sache, aber den Preismechanismus außer Kraft zu setzen legt wirklich die Axt an die Grundpfeiler der Marktwirtschaft.

Der Preis für das Geld selber wird ja schon lange vom Falschgelddrucker Draghi durch Niedrigzinspolitik und Ankäufe von Staatsanleihen manipuliert, womit er gleichzeitig seinen Kumpels vom Club Med den Haushalt finanziert. Das Tüpfelchen auf dem I dabei war die Aufdeckung, dass Italien und Frankreich sich selber nochmal heimlich einen 500-Milliarden-Schluck aus der Pulle genehmigt haben. Da muss man sich nicht wundern, wenn der Euro immer weniger wert ist, und wir mit jedem Kauf in USA und Fernost indirekt die italienischen Staatschulden subventionieren.

Die Staatsschulden Griechenlands dagegen zahlen wir jetzt ganz direkt. Das sogenannte dritte Rettungspaket ist nichts anderes als unser Zuschuss zum griechischen Haushalt, den wir jetzt regelmäßig alle drei Jahre berappen werden, bis sich die Eurokraten trauen, das zum fixen Staatenfinanzausgleich umzudeklarieren.

Allerdings sind das nur Peanuts im Vergleich zu den Kosten, die wir uns mit der unqualifizierten Massenzuwanderung der sog. Flüchtlinge eingehandelt haben. Das wird vom finanziellen Umfang her eine zweite Energiewende. Auch wenn es momentan aussieht, als könnten wir uns das alles locker leisten; sobald die Babyboomer in Rente gehen und sich dann mit den zugewanderten Analphabeten um Sozialtransfers streiten, während wir gleichzeitig unsere Eurokredite abschreiben müssen, werden wir uns wünschen, in guten Zeiten die eine oder andere Lokalrunde weniger geschmissen zu haben.

Überhaupt wird das Leben etwas ungemütlicher werden, wenn ein paar Millionen tribalistische Fundamentalisten feststellen, dass hier in ihren Elendsvierteln für unqualifizierte Herrenmenschen doch nicht Milch und Honig fließen. Die Anschläge in diesem Jahr in Dänemark, Frankreich und den USA, ausgeführt durch „Einheimische“, waren darauf nur ein kleiner Vorgeschmack, denn dank der erleuchteten Führer der westlichen Welt und ihres Abkommens mit Iran werden islamische Fundamentalisten auch bald über Nuklearwaffen verfügen. Ob dann zuerst Tel Aviv, New York oder vielleicht doch das dann maximal bereicherte Berlin zum Ziel wird, wer weiß.

Nun gut.

Jetzt zum Positiven: Selten wird etwas so heiß gegessen, wie es gekocht wird, und unser Glück hängt zumindest heute noch nicht wirklich von Angela Merkel und ihrer Politik ab.

Also nicht die Hoffnung verlieren und verbittern; manches, vielleicht sogar vieles wird wirklich besser laufen als wir es heute erwarten. Und bei aller Kritik an Fehlentwicklungen dürfen wir nicht den einzelnen Menschen und seine Würde aus dem Blick verlieren.
Und falls doch alle Stricke reißen sollten, gibt es ja noch ein paar relativ friedliche und freundliche Länder in Osteuropa, die Plätze für Asylbewerber aus Westeuropa frei halten wollen. 🙂

In diesem Sinne einen Guten Rutsch!

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