Wahlempfehlung

Im kommenden Monat wird in drei Bundesländern gewählt und obwohl es daher eigentlich nicht um Bundespolitik geht, ist dies dennoch die erste Gelegenheit für die Bürger ihre Meinung zu Merkels Grenzöffnung kundzutun.

Wolfgang Herles und Quentin Quencher haben dazu bereits ihre Empfehlung abgegeben, ersterer für die FDP, letzterer für die AfD.

Ich empfehle ebenfalls, AfD zu wählen.

Wenn ich allerdings den diversen Wahl-O-Maten trauen kann, liegen bei mir nach inhaltlichen Gesichtspunkten Luckes neue Partei ALFA und auch die FDP vor der AfD. Das ist nicht verwunderlich, denn wirtschaftspolitisch setzt die AfD ähnlich wie linke Parteien viel stärker auf Protektionismus, als mir lieb ist, und auch bei gesellschaftlichen Themen wie etwa Homehe oder Abtreibung bin ich eher bei der FDP. Trotzdem plädiere ich dafür AfD zu wählen, denn

  • die Behandlung der Flüchtlingskrise ist für unser Land im Moment einfach wichtiger als Themen wie TTIP oder konservative Moralvorstellungen
  • eine Stimme für ALFA wird wegen der 5%-Grenze fast mit Sicherheit verloren sein
  • es geht nicht darum, was die AfD an der Regierung tun würde, sondern mit einem guten Wahlergebnis für diese Partei den Opportunisten von der CDU klar zu machen, dass ihre Tage an den Futtertrögen gezählt sind, wenn sie nicht endlich eine radikale Wende in der Migrationspolitik einleiten
  • die Wahl der FDP als windelweiche Umfallerpartei bei Euro und Energiewende ist nicht dazu geeignet, ein starkes Signal zur Umkehr an Merkel zu senden, sondern würde als “Weiter so” mit ein paar Ministerposten für pseudokritische Lindner-Adlaten interpretiert

Die Angst, mit der Wahl der AfD dem 4. Reich den Weg zu ebnen, halte ich nicht nur wegen der mangelnden Regierungsperspektive für substanzlos, sondern lässt sich IMHO auch nicht aus deren Programm ableiten. Natürlich findet man zweifelhafte Stellen, wenn man danach sucht, aber im wesentlichen handelt es sich dabei um konservativ-moralisierende, manchmal etwas chauvinistisch angehauchte Kritik am Linksschwenk der CDU, mit einer unguten Portion Verständnis für russische Großmachtpolitik. Die AfD kritisiert aber eben auch Eurorettung, Energiewende und offene Grenzen, was nun mal die folgenreichsten Fehlentscheidungen der Ära Merkel sind, und daher kann man es auch inhaltlich durchaus vertreten, sie zu wählen.

Aber entscheidend für mich ist, das sei nochmal betont, dass die Wahl der AfD unsere beste Chance ist, die CDU und damit die GroKo zur Umkehr bei Merkels Politik der offenen Grenzen zu zwingen. In diesem Sinne ist es vor allem eine taktische Wahl, die ich daher auch zweifelnden CDU-, SPD- oder FDP- Anhängern umstandslos ans Herz legen kann.

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Eine Antwort zu Wahlempfehlung

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