Der Gutmensch

Ich hab es schon wieder getan und das böse Wort „Gutmensch“ benutzt. Der Versuch, es als von den Nazis erfundenen Begriff zu stigmatisieren, muss zwar als gescheitert angesehen wurden, nichtsdestotrotz wird es in der Bolschewikipedia als „rechter Kampfbegriff“ bezeichnet.

Ist mir aber egal, denn es bezeichnet treffend die Gedankenwelt dieser Moralapostel, denen es nicht wirklich darauf ankommt, dass sie die Welt zu einem besseren Ort machen. Sie sind keine „guten Menschen“, auch wenn sie in der ihnen eigenen Humorlosigkeit und Selbstüberschätzung glauben, dass ihnen das vorgeworfen wird. Nein, sie sind Menschen, die sich gut fühlen und gelobt werden wollen, bei dem was sie tun. Sie wollen sich vor allem nicht die Finger schmutzig machen. Sie sind die prototypischen Gesinnungsethiker, die nicht begreifen wollen und können, dass gut gemeint und gut gemacht oftmals zwei verschiedene Dinge sind.

Es ist natürlich keineswegs so, dass der Zweck immer die Mittel heiligt, zumal bei denen, die so argumentieren, oftmals der Zweck genauso schäbig ist wie die Mittel. Aber das Gute kann nur gewinnen, wenn es das Böse in die Schranken weist, und das geht nicht immer mit Samthandschuhen oder indem man gar schlichtweg leugnet, dass es das Böse überhaupt gibt, alles relativiert und Äquidistanz wahrt, jeden Schlächter als Opfer der Umstände sieht und sich in wohligem Schuldkult räkelt.

Die Naivität der Gutmenschen bezüglich des Bösen geht Hand in Hand mit einer erschreckenden Unfähigkeit kybernetisch zu denken, Regelkreise zu antizipieren, die die bestgemeintesten Handlungen konterkarieren. Sie wollen mit Rettungsschiffen Bootsflüchtlinge retten und locken damit nur noch viel mehr Menschen in den Tod. Sie wollen mit der Energiewende das Klima retten, und produzieren mehr CO2 als je zuvor.

Kurz gesagt: der gemeine Gutmensch ist, wenn er wie bei uns im Rudel auftritt, eine unerträgliche Nervensäge, und wird, wenn wir nicht noch das Ruder rumreißen, dem Westen wie wir ihn kennen den Garaus machen. Und dabei ist es leider nicht im geringsten tröstlich, dass das erste Opfer der kommenden Schlechtmenschen eben unsere Gutmenschen sein werden.

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