Das kleinere Übel

Man kann unseren Medien nicht nachsagen, dass sie die Sorgen der Menschen nicht ernst nehmen, und so kann schon mal eine Demonstration von ein paar hundert Leuten für die sog. Refugees zum Aufmacher in der Tagessschau um 20 Uhr werden oder der Streik von schätzungsweise 178 Amazon-Mitarbeitern wochenlang die Presse in Aufruhr versetzen.

Sehr viel länger dauerte es dann aber doch, bis irgendjemand von den montäglichen Demonstrationen in Dresden Notiz nahm, veranstaltet von PEGIDA – Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes.

Dass unsere Medien entscheiden, was für uns wichtig ist und was nicht, und das vor allem im Staatsfunk immer wieder grüne Themen, wie Klimawandel, vegetarische oder vegane Ernährung, Angst vor Fracking und Gentechnik etc. bis zum Erbrechen durch die Nachrichten gejagt werden, damit muss man sich abfinden, oder eben selber Medien mit relevanteren Nachrichten auf die Beine stellen (was zugegebenermaßen nicht ganz einfach ist gegen eine zwangsfinanzierte, staatliche Propagandamaschine, die daher – im Holland’schen Sinnekostenlos ihre Botschaften verbreiten kann)

Nachdem aber mittlerweile 10.000 Leute zu den Demonstration kommen, mehr als zu der von so ziemlich jeder relevanten Partei, Presse und gesellschaftlichen Gruppe unterstützten Gegendemonstration, war nicht mehr Totschweigen, sondern Verteufeln das Gebot der Stunde.

Vor allem SPD und Grüne überboten sich dabei in ihren Diffamierungskampagnen und erklärten jedem zum Nazi, der daran teilnahm. Persönlich glaube ich ja, dass man damit eher Nazis aufwertet und ihnen Zulauf verschafft, wenn Bürger sich PEGIDA und deren Forderungen ansehen und dann den Schluss ziehen, wenn das Nazis seien, könnten Nazis ja nicht so schlimm sein. Aber ich denke halt auch, dass es für SPD, Grüne und Antifa gar nicht genug Nazis genug geben kann, weil man sich nicht mehr mit den wirklichen Problemen befassen muss, wenn man sich nachträglich noch erfolgreich am Kampf gegen Hitler beteiligen kann.

Patrioten

Selber hab ich ja schon so meine Schwierigkeiten mit Patriotismus, weil ich ein Volk, das aus lauter Angst vor der Freiheit 100% Sozialdemokraten und Sozialisten in den Bundestag wählt, nicht so wirklich vorbehaltlos bewundern kann, und mich auch unser christliches – oder wenn man nicht so ausgrenzend rüberkommen will – unser christlich-jüdisches Erbe nicht so wirklich vom Hocker reißt. Das wird vor allem dann beschworen, wenn man gegen Homoehe, Abtreibung, PID, Sterbehilfe oder jeden anderen Fortschritt zu Felde zieht. Oder wie Frau Käßmann begründen will, warum wir uns auch noch eine Ohrfeige für die andere Backe abholen sollten.

Aber den PEGIDA-Leuten soll zugute gehalten werden, dass sie zumindest im Namen das Abendland ohne diese religiöse Verbrämung loben, und wenn sie damit unsere westliche Zivilisation meinen, einen Rechtsstaat mit Freiheit vor religiösem und staatlichem  Totalitarismus, dann bin ich da ganz bei ihnen. Und auch ihrem Positionspapier kann ich in vielen wesentlichen Punkten zustimmen.

Pflästerchen

Mittlerweile haben daher auch einige Politiker und Medien begonnen sich inhaltlich mit PEGIDA auseinanderzusetzen, allerdings natürlich nicht in dem Sinne, dass man wirklich etwas grundsätzliches ändern will, sondern hauptsächlich als Versuch, die moderate Mitte von einer Unterstützung der PEGIDA-Forderungen abzuhalten. Entweder indem man deren Argumente zu widerlegen versucht oder halt hier und da ein Pflästerchen – wie etwa einen speziellen Ausweis für Islamisten –  auf die eiternde Wunde klebt.

Gegen PEGIDA wird meistens implizit agitiert, indem man im TV eben über syrische Flüchtlingskinder statt über somalische Drogenhändler oder rumänische Diebesbanden berichtet, oder Forderungen nach Integration durch besseren Spracherwerb lächerlich macht – eine nicht ganz unberechtigte Reaktion übrigens auf so eine durch und durch populistische Politikfarce der CSU. Gerne wird auch auf die schillernde Vergangenheit der Veranstalter hingewiesen; eine zweite Chance bekommen halt nur Kopftreter und Messerstecher mit schwerer Kindheit.

Propaganda

Wirklich lächerlich wird es aber, wenn mal tatsächlich versucht wird, explizit auf die Argumente der PEGIDA einzugehen. Dann wird davon fabuliert, wie sinnvoll es doch für Kinder ist mehrsprachig aufzuwachsen, als ob es die CSU auf Akademikerfamilien abgesehen hätte, in denen englisch, französisch und deutsch gesprochen wird. Es fordern doch gerade rot-grüne Sozialingenieure eine Kita-Pflicht schon für Kleinkinder, weil sie eben wissen, dass dank einer vorwiegend muslimischen Parallelgesellschaft auch viele Schulkinder nur gebrochen deutsch sprechen. Und dass man sich damit bei allen Familien mit Zwangsmaßnahmen in die Erziehung einmischt, auch bei denjenigen, die ihren Kinder eine bessere Erziehung anbieten als eine staatliche Verwahranstalt das tun kann, wird von unseren grünen Gleichmachern und Umerziehern freudestrahlend in Kauf genommen.

Die Krönung war jetzt aber ein Faktencheck des Spiegels, der vor Halbwahrheiten nur so strotzte. Wer ein wenig von Demographie versteht (Zettel, immer noch schmerzlichst vermisst), den können die genannten Zahlen zum muslimischen Bevölkerungsanteil nicht wirklich beruhigen, und wer weiß, wie es mit den Menschenrechten in fast ausnahmslos allen Staaten mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit aussieht, der fürchtet zu Recht eine muslimische Mehrheit, die in bestimmten Großstädten nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. In der Beziehung ist auch Gerd Buurmann leider etwas naiv. In bestimmten Gebieten von England oder Schweden kann man die Folgen davon auch heute schon schmerzlich spüren.

Weiterhin wurde vom Spiegel versucht mit der bekannten Bertelsmann-Studie zu belegen, welch ökonomischer Gewinn Einwanderer wären; ein Argument, was angesichts der im Schnitt viel schlechter als Einheimische qualifizierten Einwanderer leicht mit eben den Zahlen aus der genannten Studie zu widerlegen ist. Und schließlich wurde mit weitschweifigem Geschwurbel versucht zu vertuschen – widerlegen kann man es nicht nennen –, dass Migranten und Ausländer im Durchschnitt krimineller sind als Deutsche.

Wenn man weiß, dass 2009 80% der jugendlichen Intensivtäter in Berlin einen arabischen oder türkischen Migrationshintergrund haben – was demnächst auch wie alle andere Fakten, die Linken nicht gefallen, aus der Wikipedia gelöscht werden soll – , dann muss jeder Versuch eine überproportional hohe Kriminalität von Ausländern und Migranten zu leugnen einfach lächerlich wirken. Wohlgemerkt: dies betrifft nur bestimmte Nationalitäten, – ja, genau die, gegen die wir Vorurteile hegen; was für ein Zufall! – während Einwanderer aus anderen Ländern völlig unauffällig sind und genauso viel oder wenig kriminell wie der deutsche Durchschnitt.

Ganz egal, ob diese höhere Kriminalität kulturell oder sozioökonomisch verursacht wird – es ist doch ganz offensichtlich, dass wir gut daran tun, vor allem gut qualifizierte, leistungsbereite und integrationswillige Ausländer ins Land zu holen, die klüger, fleißiger und weniger kriminell sind als wir Einheimische. Und die anderen eben draußen zu halten. Ja, man stelle sich vor, so etwas wäre machbar. Wir müssen nicht jeden nehmen, sondern könnten uns die Guten aussuchen, um unseren wirtschaftlichen Erfolg auch für die Zukunft zu sichern. Zufallsgesteuerte Einwanderung durch Missbrauch des Asylrechts aber kann diesem Anspruch nicht genügen.

Dennoch wird jeder, aber auch wirklich jeder Versuch Einwanderung sinnvoll zu steuern, sofort in die rechte Ecke geschoben oder gleich als ausländerfeindlich diffamiert. Und auch wenn jedes Mal behauptet wird, dass man ja auch was ändern wolle, aber eben doch nicht so, passiert dann eben genau nichts: das Problem wird ausgesessen.

Pegida

Ohne Zweifel steht PEGIDA in der Pflicht, sich sehr deutlich von Ausländerfeinden und Nazis abzugrenzen, die natürlich – teilweise mit Erfolg – versuchen, PEGIDA oder auch die AfD zu unterwandern. Und Brandstiftungen, Angriffe auf Flüchtlingsheime oder Morddrohungen sind terroristische Aktionen, mit denen sich der Staatsschutz beschäftigen muss.

Aber umgekehrt muss man froh sein, dass es Menschen gibt, die mit ihrem Engagement unseren Politikern deutlich machen, dass ein einfaches “Weiter so” mit immer mehr Kriminalität, ungesteuerter, unqualifizierter Einwanderung und der Bildung von Parallelgesellschaften mit ihnen nicht zu machen ist. Es ist gut, dass es Parteien und Gruppen wie PEGIDA oder AfD gibt, die den Finger in die Wunde legen und sich nicht mit Pseudoaktivismus abspeisen lassen. Auch wenn ich natürlich die Gefahr sehe, dass sich das in eine ungute Richtung entwickeln kann, und bei der AfD zunehmend eine bedenklich antiwestliche Tendenz zum Vorschein kommt, sind im Moment PEGIDA und AfD definitiv für mich (noch?) das kleinere Übel.

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4 Antworten zu Das kleinere Übel

  1. europadernationen schreibt:

    Die Gefahr einer Entwicklung in eine ungute Richtung besteht natürlich immer. Ohne Projekte wie Pegiida oder die AFD würden sich aber auch Einiges in die falsche Richtung entwickeln. Dann ohne Gegenstimmen.
    Deshalb hoffe ich, daß die Protestes sich seriös und gewaltfrei fortsetzen und man auch bei der Distanzierung von echten Extremisten bleibt.

  2. Jetzt gibt es

    PIGIDA – Patriotischer Islam gegen die Islamisierung des Abendlandes

    PIGIDA solidarisiert sich mit PEGIDA (Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung des Abendlandes) und fordert:
    Gebt den Christen das Abendland zurück!

    Derzeit leben 2,2 Milliarden Christen auf der ganzen Welt und davon lediglich ca. 500 Millionen in Europa! Damit muss Schluss sein! JETZT! Das Abendland gehört den Christen! Ihr seid das Volk!

    PIGIDA setzt sich deshalb ein für eine umfassende Christianisierung Europas als Keimzelle des Abendlandes. Unser Angebot an alle in Angst vor religiöser Überfremdung lebenden Europäer:

    Wir nehmen 45 Millionen europäische Muslime zurück und schenken Europa 1,7 Milliarden Christen aus aller Welt!

    … weiterlesen: http://pigida.de

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