Diskriminierung: Ja, aber richtig!

Seit ein paar Tagen geistert ein Video durch die Medien, was zeigt, wie oft eine junge Frau, die einfach nur durch Manhattan läuft, von Wildfremden angequatscht wird – etwa 100 mal in 10 Stunden. Das Video soll den alltäglichen Sexismus zeigen, dem Frauen ausgesetzt sind, und die Empörung in den Medien war auch entsprechend groß.

Ich kann diese Empörung durchaus nachvollziehen. Obwohl auch von einigen Kritikern der Aktion darauf hingewiesen wurde, dass es ja meistens Komplimente waren, die der schönen Frau zugerufen wurden, und bis auf einen unerwünschten Begleiter, der geschlagene fünf Minuten neben der Frau herlief, ohne etwas zu sagen, nichts bedrohliches passierte, würde mir persönlich diese permanente Anmache gehörig auf den Keks gehen.

Eine überraschende Wendung nahm die Sache dann, als offensichtlich wurde, dass die Belästigungen im Video ganz überwiegend von Schwarzen und Latinos ausgingen. Und plötzlich kam die eben noch als feministische Ikone bejubelte Filmemacherin unter Rassismusverdacht. Es wurde sogar vermutet, dass sie Belästigungen durch Weiße extra herausgeschnitten hätte.

Der Erzfeind unserer Radikal-Feministinnen, der Weiße, Heterosexuelle Mann (WHM ™) benimmt sich also offenbar ganz manierlich, unterdrückt Frauen bestenfalls mal durch Aufhalten der Tür und ähnliches, während die Lieblingsminderheiten der amerikanischen Liberals, Schwarze und Latinos, zumindest in der Unterschichtsvariante doch einen etwas rustikaleren Umgang mit Frauen zu pflegen scheinen.

Da fragt man sich dann schon, ob die unbegrenzte Einwanderung aus Mexiko, die Betonung von diversity und culture, wie sie von der amerikanischen Linken unterstützt wird, nicht gerade die Verhaltensweisen fördert, die linke Feministen dann leidenschaftlich bekämpfen. Nicht jede Kultur ist eben eine Bereicherung.

Ein ganz ähnliches Phänomen kennen wir auch hier: während sich aus einem dummen Spruch eines Politikers (verschärfend: FDP!) der #Aufschrei-Shitstorm entwickelte, schweigt die linke Schickeria zu den Vorkommnissen im englischen Rotherham, wo 1400 überwiegend weiße Mädchen aus der Unterschicht von pakistanischen Banden jahrelang missbraucht wurden – Fälle, die man wirklich nur noch als rape culture bezeichnen kann.

Solange es um weiße Männer geht, ist es offenbar kein Problem, undifferenziert Männer als Verbrecher und Sexisten darzustellen in einer Verallgemeinerung, wie man sie sonst nur findet, wenn die NPD sich über das Ausländerproblem äußert. Dagegen opfert man bedenkenlos Frauen und Mädchen in Rotherham und vielen anderen englischen Städten pakistanischen Rassisten, die weiße Mädchen grundsätzlich für Huren halten, um nicht selber in Rassismus-Verdacht zu geraten. Gleichzeitig stellt man durch den Import ausländischer Unterschichten aus archaischen und frauenfeindlichen Kulturen sicher, dass einem nicht der Vorrat an Sexisten ausgeht, die man einerseits als schlechtes Beispiel braucht, um über Männer herziehen zu können, und andererseits um die wuchernde Sozialindustrie am Leben halten.

Man muss halt bei der Formulierung der Anklage nur den richtigen Grad an Differenziertheit bzw. Undifferenziertheit wählen, um der unvermeidlichen Verallgemeinerung den richtigen Spin zu geben. Geht es um Sexismus, sind die Täter Männer, nicht etwa Latinos oder Schwarze. Bringen einige israelische Fanatiker einen Palästinenser aus Rache um, zeigt das den strukturellen Rassismus in der jüdischen Gesellschaft. Wird ein Rabbi niedergeschossen, muss man betonen, dass er zu den Ultrarechten (ist das jetzt schlimmer als rechtsextrem?) gehörte. Wenn es sich dagegen wie in Rotherham nicht unter den Tisch kehren lässt, dass die Täter keine Weißen und die Opfer unschuldig waren, redet man von Asiaten statt von Muslimen aus Pakistan. Geht es um Überfälle und Einbrüche, sind die Täter Jugendliche, bestenfalls Osteuropäer, aber niemals Roma-Banden oder Asylbewerber. Und vor allem muss man immer die Hackordnung der Opfergruppen berücksichtigen: Muslim schlägt Ausländer schlägt Sozialhilfeempfänger schlägt Frau.

Natürlich gibt es die Gefahr auch unbescholtene Mitglieder dieser Gruppen zu stigmatisieren, aber das trifft schließlich genauso zu, wenn man nur von Männern oder Asiaten spricht. Und es bringt uns der Lösung der Probleme kein Stück näher, wenn wir nicht durch eine genaue Definition der Tätergruppen neben sozialen eben auch kulturelle und religiöse Ursachen für deren überproportionalen Anteil an Kriminalität und frauenfeindlichem Verhalten untersuchen können. Wenn die Hälfte aller marokkanischen Jugendlichen in den Niederlanden straffällig werden, dann gebietet es einfach der Schutz der übrigen Bevölkerung davor nicht aus Angst vor Rassismus die Augen zu verschließen, sondern sich zu überlegen, was die Ursachen dafür sind und wie man darauf reagieren kann.

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5 Antworten zu Diskriminierung: Ja, aber richtig!

  1. Werwohlf schreibt:

    Es wurde sogar vermutet, dass sie Belästigungen durch Weiße extra herausgeschnitten hätte.

    Ob „extra“, ist offen. Aber *dass* sie herausgeschnitten wurden, geht aus Deinem Link hervor:

    The video is a collaboration between Hollaback, an anti-street harassment organization, and the marketing agency Rob Bliss Creative. At the end they claim the woman experienced 100-plus incidents of harassment “involving people of all backgrounds.” Since that obviously doesn’t show up in the video, Bliss addressed it in a post. He wrote, “We got a fair amount of white guys, but for whatever reason, a lot of what they said was in passing, or off camera,” or was ruined by a siren or other noise. The final product, he writes, “is not a perfect representation of everything that happened.”

    Also wohl eher: Echtes Problem, falscher Anlass…

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