Alles wird gut!

Demografie

Die Deutschen bekommen zu wenige Kinder, was vor allem für ländliche Gebiete und unsere Sozialsysteme ein Problem ist. Und die wenigen Kinder werden dann noch vor allem in bildungsschwachen Familien geboren, weil Transferempfänger die einzigen sind, für die Kinder sich finanziell lohnen. Denn da ja jedes Kind gleich viel wert ist, muss auch jeder für diese schon wegen der sozialen Gerechtigkeit gleich viel staatliche Unterstützung bekommen, ungeachtet der Tatsache, dass Kinder um so mehr finanzielle Einbußen, vor allem an entgangenem Einkommen, verursachen, je mehr die Eltern verdienen.

Dass es völlig unabhängig davon, ob man akzeptiert, dass Intelligenz zu einem erheblichen Teil angeboren ist, nicht gut für unsere Wissensgesellschaft sein kann, wenn unser Nachwuchs vor allem in bildungsfernen Milieus aufwächst, sieht man an der steigenden Zahl an nicht ausbildungsfähigen Jugendlichen, die Handwerk und Industrie vor große Probleme stellen: der Bildungserfolg von Unterschichtskindern ist geringer.

Auch wenn man dies als Folge sozialer Ungerechtigkeiten interpretiert, ändert das nichts am Ergebnis, weil noch so viele staatliche Eingriffe bis hin zum aktuell laufenden Großversuch, die Erziehung den Eltern komplett aus den Händen zu nehmen und Kinder ganztags dem Staat zu überantworten, dies nicht wesentlich verbessern konnten. Ich glaube auch deshalb nicht daran, dass primär soziale Ungerechtigkeiten Ursache dafür sind, sondern dass bei zumindest teilweiser Vererbung von Intelligenz in einer offenen Gesellschaft, in der wie bei uns vor allem diese Intelligenz über beruflichen Erfolg entscheidet, sich eben nach wenigen Generationen die weniger Intelligenten in der Unterschicht sammeln. Vor allem dort unseren Nachwuchs zu rekrutieren, ist dumm und geradezu dekadent naiv. Ein Land, das Intelligenz negativ selektiert, wird nicht lange als Wissensgesellschaft bestehen bleiben.

Zuwanderung

Der erfolgversprechendste Weg unser demografisches Problem in den Griff zu bekommen wäre eine sinnvoll gesteuerte Zuwanderung. Schließlich sind für den Rest der Welt eher zu viele als zu wenige Menschen das Problem. Aber leider setzt unser Sozialstaat auch bei der Zuwanderung die falschen Anreize. Während man es in den USA, in Kanada oder Australien mit Fleiß und Intelligenz zu Reichtum bringen kann, wird man bei uns, so man Erfolg hat, bestenfalls verachtet und steuerlich enteignet. Weshalb eben nicht die klugen Köpfe zu uns kommen, sondern vor allem eine Zuwanderung in die Sozialsysteme stattfindet. Anstatt zu akzeptieren, dass wir ein Einwanderungsland sind, und qualifizierte Einwanderung aktiv zu fördern, haben wir es zugelassen, dass das Asylrecht von einer Nothilfe für bedrohte Menschen zusammen mit dem sog. “Familiennachzug” zum Mittel der Wahl für Einwanderungswillige geworden ist. Während in Kanada durch sein striktes Punktesystem die Zuwanderer im Schnitt intelligenter und gebildeter sind als Einheimische, liegen Migrantenkinder bei uns tiefer unter dem einheimischen Leistungsniveau als irgendwo sonst auf der Welt

Und obwohl weniger als 15% der Asylanträge als berechtigt anerkannt werden, werden die wenigsten Bewerber tatsächlich abgeschoben, sondern können letztendlich bleiben. Da die meisten Armutszuwanderer keine Kenntnisse haben, die es ihnen erlauben würden, hier selbst ihren Lebensunterhalt zu verdienen, verstärken sie nur das Heer perspektivloser Transferleistungsempfänger, können aber dank Kindergeld und Sozialhilfe hier dennoch in relativem Wohlstand leben. Dass sich einige der Zuwanderer noch mit Taschendiebstahl ein Zubrot verdienen, ohne Gefahr zu laufen, wegen solcher Lappalien ihr Aufenthaltsrecht zu verlieren, ist nur das Sahnehäubchen auf einer missglückten Einwanderungspolitik, die anstatt unser demografisches Problem zu lösen, bestehende soziale Probleme nur noch verstärkt.

Aber den Kampf gegen Kleinkriminalität, wozu mittlerweile wohl auch Wohnungseinbrüche gezählt werden müssen, haben wir eh schon lange aufgegeben. Sicherheit und Schutz des Eigentums, früher mal Hauptaufgabe des Staates, sind nicht länger relevant, Enteignung durch räuberische Steuersätze ist das Gebot der Stunde, wobei die Milliarden, die der Staat einnimmt, natürlich nicht dafür ausgegeben werden, um die kümmerlichen Eigentumsreste der Bürger durch zusätzliche Polizei vor Ort zu schützen, zumal die Gefahr von rassistischen Schuldzuweisungen einfach zu groß ist, wenn 50% der Einbrüche allein auf das Konto von Sinti- und Roma-Banden gehen.

Wir halten es für unmoralisch, Zuwanderung nach dem Nutzen für die aufnehmende Gesellschaft zu beurteilen, und nehmen lieber in Kauf, überproportional viele ausländische Unterschichtskriminelle anzulocken, die zudem noch unsere liberale Gesellschaft verachten und dies auch viel zu häufig durch menschenverachtende Gewaltausbrüche und Misogynie zum Ausdruck bringen, als gezielt diejenigen auszuwählen, die sich hier dank ihrer Fähigkeiten wirklich einbringen könnten, zu ihrem und zu unserem Nutzen.

Und da jede Ausweisung zu einem von Bessermenschen inszenierten Drama wird, schrecken wir auch davor zurück, aus humanitären Gründen temporär Flüchtlinge aus Kriegsgebieten aufzunehmen, weil jeder weiß, dass man die nie wieder los wird, auch wenn die humanitären Gründe nicht mehr bestehen.

Insgesamt sorgt das alles dafür, dass Immigration in der Bevölkerung zunehmend negativ wahrgenommen wird, trotz oder gerade wegen der Gesundbeter, die jeden Ausländer, egal ob gebildet, klug, tolerant und fleißig, oder kriminell, fundamentalistisch und dumm, als “Bereicherung” sehen.

Dabei sind gerade wir wegen unserer demografischen Probleme auf gut qualifizierte Zuwanderung angewiesen. Im Moment scheint es aber eher darauf hinauszulaufen, dass wir durch Zuwanderung mehr Probleme bekommen als lösen; dass es statt auf Integration eher auf die von Erdogan und seinen islamistischen Fundamentalisten gewünschte Kolonialisierung und Islamisierung hinausläuft.

Euro und EU

Nachdem es wenigstens für den Augenblick gelungen ist, die PIIGS dank Target und weiteren üppigen Kreditgarantien aus den Schlagzeilen zu bringen, entwickelt sich Frankreich zum neuen Sorgenkind der Eurozone, weil es, genau wie Italien, unfähig ist zu schmerzhaften Reformen. Was es allerdings nicht daran hindert, mit dem Selbstbewusstsein einer Grande Nation zu glauben, es wäre immer noch der Käse, obwohl davon bestenfalls der Geruch übriggeblieben ist. Seine größte Hoffnung: dass es unserer kommenden sozialdemokratischen Regierung gelingen wird, Deutschland auf sein Niveau herunterzuwirtschaften. Inwiefern das uns insgesamt gegen die asiatische Konkurrenz helfen wird, ist unklar.

Es läuft auf eine Nivellierung Europas auf niedrigstem Niveau hinaus; statt die EZB zu einer europäischen Bundesbank zu machen, kommt es zu einer Liraisierung des Euro. Das Ende mit Schrecken wird vermieden auf Kosten eines Schreckens ohne Ende. Die fleißigen, erfolgreichen sparsamen Bürger zahlen mit schleichender Enteignung die Zeche für korrupte, populistische Regierungen, die sich den Staat zur Beute gemacht haben, obwohl die Deutschen heute schon im Vergleich zu den Südländern arme Schlucker sind.

Energie

Als ob wir mit Euro und Demografie nicht schon genug Probleme hätten, hat unsere Kanzlerin in ihrer grenzenlosen Weisheit (manche nennen es auch “Populismus”) entschieden, dass wir zukünftig statt mit Atom, Gas und Kohle besser mit Luft und Liebe heizen sollen, uns also mit den “erneuerbaren Energien” (was für eine bescheuerte Übersetzung von “renewable energy”)  wieder den Launen der Natur ausliefern, um energietechnisch wieder zu Jägern und Sammlern zu werden. Man muss kein Fan aktueller Kernenergietechnik sein, um es für den größten anzunehmenden Unfug zu halten, ohne finanzierbare Speichermöglichkeiten auf nur unregelmäßig verfügbare Energiequellen zu setzen. Es hatte seine Gründe, warum Schiffe nicht mehr von Segeln angetrieben werden. Und genau wie Segelschiffe heute brauchen wir für die Flaute einen Hilfsmotor, sprich, wir müssen parallel zu Windmühlen und Solarkollektoren für 75% unseres Energiebedarfs konventionelle Reservekraftwerke vorhalten, die nur dann laufen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, was deren Betrieb mangels Auslastung leider sehr kostspielig macht. Und außer dass der Wind nicht dann weht, wann wir ihn brauchen, weht er auch noch dort, im Norden, wo wir ihn nicht brauchen;  es müssen also auch noch neue Stromtrassen gebaut werden.

Die Energiewende wäre schlimm genug, würde die Sonne keine Rechnung schicken, aber leider sind die Erneuerbaren so ineffizient und teuer, dass nur mit massiven Subventionen deren Ausbau gewährleistet werden kann. Nach der Finanzwirtschaft hat sich damit auch die Energiewirtschaft zu einem planwirtschaftlichem Monstrum entwickelt.

Und der Weg in die Planwirtschaft wird durch die kommende Regierung auch beim Arbeits- und Wohnungsmarkt gefördert – man könnte glauben, dass niemand bei der CDU mehr weiß, was den großen Erfolg von Ludwig Ehrhardts Wirtschaftspolitik mal ausmachte.

Appeasement

Wie die Ereignisse in den arabischen Ländern, im Iran, Russland, China zeigen, hat der Westen jegliche Fähigkeit den Weltpolizisten zu spielen, eingebüßt. Die Deutschen haben ja aus dem 3. Reich leider die falsche Lehre “Nie wieder Krieg” statt “Nie wieder Tyrannei” gezogen, und sich eh schon lange aus der Geschichte verabschiedet, aber anders noch als bei Thatcher, Reagan oder Wojtyła scheinen jetzt mit Ausnahme vielleicht von Frankreich alle Nato-Staaten so zu denken. Egal, ob das unserem wirtschaftlichem Niedergang geschuldet ist oder einfach dem herrschenden isolationistischen Zeitgeist entspricht, der jetzt mit einem erschreckend schwachen US-Präsidenten auch auf die USA übergegriffen hat, im Ergebnis wird die Welt zu einem gefährlicheren Ort. Wenn erst Iran und dann von ihm finanzierte Terroristen die Bombe bekommen, wenn China den Westen vor seiner Küste vertrieben und sich Taiwan einverleibt hat, wenn die Blockade von China und Russland in der UN Diktatoren und Terroristen ermutigt, gegen westliche Staaten mobil zu machen, wird sich zeigen, dass auch diejenigen durch das Schwert umkommen können, die es nicht führen.

Alles wird gut

Wer bis hierher durchgehalten hat, wird sich fragen, wieso die Überschrift so lautet. Nun, ein Argument wäre ja, dass noch nicht einmal im aktuellen Koalitionsvertrag weiter auf die genannten Probleme eingegangen wird. Also können sie ja wohl nicht so schlimm sein, jedenfalls nicht so wichtig, wie zu verhindern, dass Ausländer unsere Straßen kostenlos benutzen, oder die doppelte Staatsbürgerschaft, damit Türken sowohl die AKP als auch die SPD wählen können.

Dass viele Probleme durch unsere Politiker ignoriert werden, ist leider eher ein Grund, sich größere Sorgen zu machen. Was mich dagegen optimistisch stimmt, ist nicht mehr als eine Hoffnung, geboren aus der Erfahrung, dass selten etwas so schlimm kommt, wie man befürchtet hatte. Alle vorhergesagten Katastrophenszenarien der letzten 50 Jahre sind nicht eingetreten. Wir haben den kalten Krieg überlebt, die Grenzen des Wachstums nicht erreicht, der Wald lebt noch, weder Tschernobyl noch Fukushima haben die Menschheit zu Mutanten gemacht, die globale Erwärmung macht Pause und sogar die Finanz- und Eurokrise haben nicht zum wirtschaftlichen Zusammenbruch geführt. Manche würden jetzt sagen “Noch nicht”, aber ich bin optimistisch, dass sich auf längere Sicht die besseren Ideen evolutionär durchsetzen. Man kann Unfähigkeit, Dummheit, Realitätsverleugnung eine Zeitlang mit ausgefeilten parasitären, sozialstaatlichen Bürokratien übertünchen, aber genau wie der Sozialismus wird irgendwann auch der Etatismus unter dem Ansturm wirtschaftlicher Dynamik zusammenbrechen. Für Menschen mit Tatkraft, Mut und Fleiß wird diese Erde auch weiterhin ein guter Platz zum Leben sein. Wenn auch vielleicht nicht dieses Land.

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2 Antworten zu Alles wird gut!

  1. Martin schreibt:

    Tjo. „…optimistisch, dass sich auf längere Sicht die besseren Ideen evolutionär durchsetzen. Man kann Unfähigkeit, Dummheit, Realitätsverleugnung eine Zeitlang mit ausgefeilten parasitären, sozialstaatlichen Bürokratien übertünchen, aber genau wie der Sozialismus wird irgendwann auch der Etatismus unter dem Ansturm wirtschaftlicher Dynamik zusammenbrechen. “

    Frei nach dem Voltaire-Zitat: Der Bessere ist der Feind des Gutmenschen. Hoffen wir drauf.

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